Eisbären sind die größte Raubtierart an Land und echte Spezialisten; sie haben sich perfekt an ihren Lebensraum angepasst: die eisigen Weiten der Arktis. Noch etwa 22.000 bis 31.000 Eisbären gibt es weltweit, rund um den Nordpol. Der Klimawandel macht den Tieren schon jetzt schwer zu schaffen: Die für sie überlebenswichtige geschlossene Eisdecke schmilzt, die Tiere müssen mehr Zeit an Land verbringen – und dies erhöht die Gefahr von Konflikten mit Menschen.
Die langen Winter und das Frühjahr verbringen die Eisbären auf dem Meereis. Sie brauchen die Eisdecke als Plattform für die Robbenjagd. Doch die menschengemachte Klimakrise verändert das Ökosystem der Arktis rasant, das Eis geht seit Jahren immer schneller und immer weiter zurück und braucht länger, um im Winter wieder zu gefrieren. Den Eisbären bleibt keine Zeit, sich anzupassen. Das macht das Überleben, vor allem für Jungtiere, schwierig.